PTBS erklärt: Ursachen, Symptome und Heilungswege
- Aisha Munk
- 6. Dez. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Zusammenfassung für den Blog: Was ist PTBS?
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, die nach einem oder mehreren traumatischen Erlebnissen auftreten kann. Traumata können lebensbedrohliche Ereignisse wie Naturkatastrophen, Unfälle, Gewalt oder den plötzlichen Verlust einer nahestehenden Person umfassen. Doch nicht jeder, der ein Trauma erlebt, entwickelt eine PTBS – individuelle, biologische und soziale Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Symptome der PTBS
Die Symptome von PTBS lassen sich in vier Hauptgruppen einteilen:
Wiedererleben (Intrusionen): Flashbacks, Alpträume oder ungewollte Erinnerungen an das traumatische Ereignis.
Vermeidungsverhalten: Betroffene vermeiden Orte, Menschen oder Situationen, die sie an das Trauma erinnern.
Negative Veränderungen in Denken und Stimmung: Gefühle der Schuld, emotionale Taubheit oder Hoffnungslosigkeit.
Übererregung (Hyperarousal): Schlafprobleme, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Schreckhaftigkeit.
PTBS vs. normale Trauma-Reaktion
Nach einem Trauma reagieren viele Menschen mit emotionalen und körperlichen Symptomen wie Angst, Schock oder innerer Unruhe. Diese Reaktionen sind normal und klingen in der Regel innerhalb eines Monats ab. Wenn die Symptome jedoch länger andauern oder das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen, kann sich eine PTBS entwickeln.
Neurobiologische Grundlagen
Traumatische Erlebnisse hinterlassen Spuren im Gehirn. Bei PTBS zeigen Studien:
Eine Überaktivität der Amygdala, die für Angstverarbeitung zuständig ist.
Ein verkleinerter Hippocampus, der das Gedächtnis beeinflusst und es schwer macht, das Trauma als „Vergangenheit“ einzuordnen.
Eine eingeschränkte Aktivität des präfrontalen Kortex, der die Amygdala regulieren sollte.
Eine gestörte Stressachse (HPA-Achse), die zu chronischem Stress und Schlafproblemen führt.
Behandlungsmöglichkeiten
PTBS ist behandelbar, und Betroffene können mit der richtigen Unterstützung ein erfülltes Leben führen. Zu den wichtigsten Therapieansätzen gehören:
Trauma-Fokussierte Kognitive Verhaltenstherapie (TF-KVT): Bearbeitung des Traumas und Entwicklung neuer Denkmuster.
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing): Verarbeitung traumatischer Erinnerungen durch Augenbewegungen.
Narrative Expositionstherapie (NET): Geeignet für komplexe Traumata, z. B. bei anhaltenden Gewalterfahrungen.
Medikamentöse Unterstützung: Antidepressiva wie SSRIs oder SNRIs können Symptome lindern.
Komplementäre Ansätze: Achtsamkeitsübungen, Yoga, Meditation und Neurofeedback.
Fazit
PTBS ist eine komplexe, aber behandelbare Erkrankung. Der Schlüssel liegt darin, frühzeitig Hilfe zu suchen, um die Lebensqualität wiederherzustellen. Mit einer Kombination aus Psychotherapie, Medikamenten und ergänzenden Ansätzen können Betroffene ihre Symptome bewältigen und wieder Hoffnung finden.
Hinweis: Falls du oder jemand, den du kennst, Unterstützung bei PTBS benötigt, suche professionelle Hilfe auf oder wende dich an eine Beratungsstelle.
Möchtest du mehr über PTBS erfahren? Schaue dir mein an oder stöbere in meinen weiteren Blogbeiträgen!

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